Wir benutzen Kotlin für die Backend-Entwicklung und haben Spaß neue Lösungen hervorzubringen.
Der aktuelle Trend ergibt ein deutliches Bild: Unternehmen wechseln von Java zu Kotlin. Darunter sind Unternehmen wie Uber, Pinterest, Evernote, Trello, Square, Coursera oder auch Google, die ihre Android-Apps von Java zu Kotlin migriert haben. Die häufigsten Gründe, die zum Wechsel geführt haben, waren unter anderem bessere Stabilität, bessere Performance und besserer Code, zum Teil geben Unternehmen an, eine allgemein bessere User-Experience mit Kotlin gestalten zu können.
Kotlin ist eine plattformübergreifende, statisch typisierte Programmiersprache, die in Bytecode für die Java Virtual Machine (JVM) übersetzt wird, aber auch in JavaScript-Quellcode umgewandelt werden kann. Die Sprache ist syntaktisch nicht zu Java kompatibel, aber so gestaltet, dass sie mit Java-Code interoperieren kann. Kotlin lässt sich außerdem zur Entwicklung von Android- und iOS-Apps verwenden. Google unterstützt seit 2017 offiziell die Entwicklung von Android-Apps in Kotlin, und diese ist seit Mai 2019 die dafür bevorzugte Sprache.
- Google hat Kotlin auf der Entwicklerkonferenz I/O 2019 zur bevorzugten Programmiersprache für Android erklärt
- Meta Platforms nutzt nach eigenen Angaben in seiner Android-Codebase im Oktober 2022 mehr als 10 Millionen Zeilen Code, der in Kotlin geschrieben ist
Hauptsächlich wurde die Sprache von den damals in Sankt Petersburg ansässigen JetBrains-Programmierern entwickelt. Daher stammt auch der Name: Kotlin ist eine Insel vor St. Petersburg. Nach einem Jahr Entwicklung stellte JetBrains im Juli 2011 das Projekt „Kotlin“ der Öffentlichkeit als neue Sprache für die JVM vor. Im Februar 2012 veröffentlichte JetBrains den Quellcode unter einer Apache-2-Lizenz. Am 15. Februar 2016 wurde die Version 1.0 von Kotlin veröffentlicht. Diese Version wird als erster offizieller Stable-Release betrachtet.
Der leitende Entwickler Dmitry Jemerow erklärte, dass die meisten Sprachen nicht die Merkmale zeigten, nach denen sie gesucht hätten, mit Ausnahme von Scala. Diese jedoch habe einen langsamen Compiler. Daher war eines der erklärten Ziele für Kotlin die hohe Kompiliergeschwindigkeit, wie man sie von Java her kenne.
Der Kotlin-Website zufolge setzen kleine wie große Projekte die Sprache ein:
- Pinterest nutzen monatlich 150 Millionen Anwender
- Gradle setzt Kotlin für Installationsskripte ein
- Evernote verwendet Kotlin für seinen Android-Client
- Uber nutzt Kotlin für interne Werkzeuge
- Corda, eine vollständig in Kotlin entwickelte Open-Source-Software, wird von mehreren Großbanken verwendet
- Coursera entwickelt Android-Apps zum Teil mit Kotlin
- Atlassian verwendet Kotlin für das Werkzeug Trello unter Android